Für ein halbes Jahr in Paris, nun wieder in Berlin. Herzlichen Dank an Marc Dahan für dieses schöne Erinnerungsbild geschossen – ich, arbeitend in der BnF, Bibliothèque nationale de France… forschend über Félix Guattari, französischen Hegelianismus, Walter Benjamin (der vor langen Jahrzehnten auch dort in der BnF saß). Es war eine aufregende, intensive, auch stressige (c’est Paris), aber auch schöne, unglaublich erkenntnisreiche Zeit.
Rezension von „Für Hans-Jürgen Krahl“ im express
Peter Nowak hat für den express eine weitere Rezension über unseren Sammelband Für Hans-Jürgen Krahl geschrieben. Es ist ein anderer Text, der aber nach wie vor mit uns das Anliegen teilt, dass Krahl zu den heutigen Debatten einiges beizutragen hätte und in diesem Sinne zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist:
Für die offene theoretische Diskussion, für die Krahl stand, war wenig Raum. Auch deshalb geriet der politische Theoretiker Krahl weitgehend in Vergessenheit. Dem wollen die Herausgeber:innen des Sammelbandes mit dem programmatischen Titel »Für Hans-Jürgen Krahl« entgegenwirken.
Peter Nowak
Rezension des Krahl-Buch auf kritisch-lesen.de
Schon am 17.01.2023 ist auf kritisch-lesen.de eine Rezension unseres Sammelbands Für Hans-Jürgen Krahl von Christoph Zeevaert erschienen:
Der Sammelband ist eine gelungene Einführung in Krahls Denken und Handeln, in die Debatten seiner Zeit und die Schwierigkeiten, die damit verbunden waren und bis heute sind.
Christoph Zeevaert

Faschismus-Buch in zweiter Auflage erschienen
Soeben ist die zweite Auflage meines Buchs Die Faschisierung des Subjekts erschienen, für die ich das Buch gründlich durchgesehen und korrigiert habe.
Eine echte Neuerung gibt es auch: Ein vorangestelltes Zitat von Hans-Jürgen Krahl, in dem dieser im Jahr 1965 tatsächlich exakt das Projekt formuliert hat, das ich (ohne Kenntnis dieses Zitats) in meinem Buch angegangen habe: Eine Entstehungsgeschichte des Faschismus aus dem spätbürgerlichen Bewusstsein, für die auch Heidegger noch einmal diskutiert werden müsse, so Krahl.
Diese Projektskizze haben wir (mit Meike Gerber, Julian Volz) im Nachlass Krahls bei unseren Recherchen im Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung gefunden (genau gesagt hat Meike dieses Dokument gefunden). An dieser Stelle nochmal vielen Dank an das Archiv für die freundliche Unterstützung!
Die „Pariser Manuskripte“ im „Anti-Ödipus“
Der Anti-Ödipus von Deleuze und Guattari bezieht sich mindestens 13 Mal positiv auf die Pariser Manuskripte, darüber hinaus auch auf andere Frühschriften. Sie brechen also mit Althussers strukturalistischer Marx-Lektüre und seiner These des „epistemologischen Bruchs“ und eröffnen eine aufregende und – wie ich meine – sehr emanzipatorische und nicht mehr „humanistische“ Lektüre der Frühschriften, insbesondere des Begriffs des „menschlichen Wesens“.
Reichtumsproduktion, psychische Energie und Kulturkritik
Ideologie- und Kulturkritik kann nicht darin bestehen, lediglich entfremdete Formen zu kritisieren, wie dies bei den heute üblichen Theorien der Fall ist (etwa Althussers Ideologietheorie oder Lukács‘ Verdinglichungskritik). Man muss vielmehr aufzeigen, dass in diesen entfremdeten Formen eine materielle Substanz in einer entfremdeten, abstrakten Form zirkuliert und uns beherrscht: Wie man dies nun auch nennt, psychische Produktion, psychische Energie, kultureller Reichtum, innere seelische Kraft.
Erst das kann eine wirklich materialistische Kulturkritik begründen, im Gegensatz zu einer letztlich idealistischen wie eben von Althusser oder Lukács.
Rezension des Krahl-Sammelbands von Peter Nowak
Peter Nowak hat unseren Sammelband Für Hans-Jürgen Krahl. Beiträge zu seinem antiautoritärem Marxismus fürs nd rezensiert. Hier findet sich seine Rezension.
Krahl-Vortrag in Linken Buchtagen Berlin (Mehringhof)
Morgen Abend (14.5.) um 20 Uhr stelle ich in der Buchhandlung „Schwarze Risse“ im Mehringhof unseren Krahl-Sammelband vor, im Rahmen der Linken Buchtage Berlin.
Meike Gerber, Emanuel Kapfinger, Julian Volz (Hrsg.): „Für Hans-Jürgen Krahl. Beiträge zu seinem antiautoritären Marxismus“, Mandelbaum Verlag, Wien und Berlin 2022.
https://www.mandelbaum.at/buecher/meike-gerber-emanuel-kapfinger-julian-volz/fuer-hans-juergen-krahl/
Präsentationstour für „Für Hans-Jürgen Krahl“
Am Montag gehen wir auf Tournee! In bisher acht Städten in Deutschland und Schweiz stellen wir unseren Sammelband Für Hans-Jürgen Krahl vor.
25.04. Café KoZ, Frankfurt – 19 Uhr Veranstalter*innen: Offenes Haus der Kulturen
Details: https://www.ohdk.de/programm/detail/fuer-hans-juergen-krahl-72
26.04. Infoladen im JUZ Mannheim – 19 Uhr, Veranstaltende: INPUT Mannheim
Details: https://bw.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/93KNK
27.04. Rote Flora, Hamburg – 19 Uhr, Veranstaltende: Gruppe in Erwägung & GROW
Details: https://grow.noblogs.org/post/2022/04/01/ueber-kommunismus-reden-eine-reihe/signal-2022-03-29-164454_004/
28.04. Bremen, Galerie k-strich, 19.30 Uhr. Veranstaltende: BA Bremen
29.04. Leipzig, Translib, 18:30 Uhr
05.05. Uni Basel, 18 Uhr
Details: https://vorlesungsverzeichnis.unibas.ch/de/home?id=266929
06.05. Bern, Polit Bibliothek, 19 Uhr
07.05. Freiburg, Ort tba, Veranstaltende: FAU Freiburg, IZ3W

Rezension meines Faschismus-Buchs in analyse & kritik
Peter Nowak hat gerade eine Rezension meines Buchs in der aktuellen ak Nr. 680 vom März 2022 auf S. 36 veröffentlicht:
„Dagegen plädiert Kapfinger für eine Theorie, die im kapitalistischen Normalzustand die Keime zur Barbarei erkennt und nicht in der Alternative Faschismus versus bürgerliche Demokratie verharrt.“
Die Rezension ist online hier zu lesen.
